Abschlussarbeit
Autor:In: Teresa Marhöfler
Veröffentlicht: 2025
Betreuer:in: Sten Hanke
Jahrgang: EHT23
Master Thesis
EVALUIERUNG UND OPTIMIERUNG DER USABILITY EINER MOBILE-HEALTH-ANWENDUNG ZUR UNTERSTÜTZUNG DER SCHULTERREHABILITATION ÄLTERER PERSONEN
Kurzfassung / Abstract: Mobile Gesundheitsanwendungen übernehmen eine zunehmend wichtige Rolle in der digitalen Gesundheitsversorgung. Mit der weltweiten Verbreitung von Smartphones sind mHealth-Apps zu einem zentralen Instrument geworden, um Gesundheitsdienstleistungen bereitzustellen und die Kommunikation zwischen Patient:innen und medizinischem Fachpersonal zu verbessern. Doch trotz ihres Potenzials scheitern viele dieser Anwendungen an mangelnder Benutzerfreundlichkeit. Insbesondere bei älteren Nutzer:innen, die nicht selbstverständlich mit digitalen Technologien aufgewachsen sind. Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Evaluierung der Benutzerfreundlichkeit der mHealth-App PROMISE, die Personen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren während der Schulterrehabilitation unterstützen soll. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt. Insgesamt nahmen vier Testpersonen an einem iterativen Usability-Test teil, der aus zwei Erhebungsrunden bestand. In der ersten Runde wurden Schwächen in der Bedienbarkeit identifiziert, auf deren Basis gezielte Optimierungen an der App vorgenommen wurden. Diese umfassten insbesondere visuelle Vereinfachungen, klarere Navigationselemente sowie eine reduzierte Informationsdichte bei komplexen Funktionen. Die Methoden beinhalteten eine strukturierte Aufgabenbearbeitung mit Think-Aloud- Technik, eine quantitative Bewertung mittels System Usability Scale (SUS) sowie ein halbstrukturiertes Interview zur Erfassung qualitativer Rückmeldungen. Anschließend erfolgte eine erneute Evaluation der überarbeiteten App-Version. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Benutzerfreundlichkeit der PROMISE-App durch zielgerichtete, altersgerechte Anpassungen deutlich verbessern lässt. In der zweiten Runde konnten die Teilnehmenden Aufgaben sicherer, effizienter und mit weniger Unterstützungsbedarf absolvieren. Die Arbeit macht deutlich, dass ¨altere Nutzer:innen mobile Gesundheitsanwendungen erfolgreich nutzen können, wenn diese verständlich, reduziert und altersgerecht gestaltet sind.
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